DER AUFSTIEG DES WARMEN ATEMS



Nachdem es den Schlaf der Kinder im gesamten Dorf angefallen hatte, ergriffen wir an diesem Morgen unsere einzige Chance und trieben es in die Schatten der Scheune, die Sonne stand dafür an diesem Junimorgen günstig, dort in der Dunkelheit der Ecke der Scheune hörten wir seinen Atem, wie er feucht und warm aus den Nüstern aufstieg, vermuteten seine Umrisse, sein Fell, seinen Puls, seine Furcht in der Abwesenheit des Lichts. Ich machte den ersten Schritt, zugegeben. Die Sonne fiel in hellen Flecken auf den Boden, daran erinnere ich mich und wie unsere Blicke davon angezogen wurden. Es roch nach uns und nach dem Ende. Wie gesagt: Ich machte den ersten Schritt. Dann brach seine Wut los, eine Kraft wie das Driften der Kontinente. Es war das letzte Mal, dass wir uns sahen.

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