DER LETZTE STEIN



Woanders wäre er ein Wunder gewesen, doch in diesem unlichten Teil des Landes sahen sie ihn als böses Omen. Als sie ihn packten, schlugen sie ihn, bis sein ganzer Körper blau war. Dann nahmen sie seinen geschwollenen Körper und warfen ihn in eine nahe Grube. Ein Pastor sprach eine Predigt. Dann beerdigten sie ihn, bewarfen ihn mit nasser Erde, die schwer auf seinem Körper lag. Wer den ersten Stein setzte, lässt sich heute nicht mehr sagen, nur irgendwer legte ihn, einen Backstein, und so ging es fort, bis sie ein hässliches Haus über seinem Grab gebaut hatten, ein Haus ohne Zimmer und Fenster. Dort sollte er verrotten, dreckig und alt und faltig. Die Leute brauchten sieben Tage für den Bau des ganzen Hauses, bevor sie sich auf die Schultern klopften und lobten, während sich ein warmer Sommerregen über ihre Stadt ergoss.

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