DIE RETTUNG DER KIRCHTÜRME

Aktualisiert: Juli 1



Als Esmond die Kirchtürme sah, wie sie auf der Pfütze auflagen, in den kleinen Wellen zu verschwinden drohten, da kniete er sich nieder und hielt seine Arme schützend um dieses Stück Kopfsteinpflaster. Passanten liefen an ihm vorbei und beschimpften ihn, doch Esmond konnte nicht anders. Er musste die Kirchtürme retten, sie der Flut entziehen. Mehrere Stunden saß er dort so, gebeugt und verkrampft. Ein Mann rempelte ihn an und fragte, ob er schwachsinnig sei, doch Esmond hatte keine Spucke für eine Antwort übrig. Längst hatten sich die Regenwolken verzogen und die Sonne schien, dass die Pfütze bald auszutrocknen drohte und Esmond fiel nichts mehr ein, außer mit seinem Speichel vergeblich diesen Ozean zu bewässern, in der stumpfen Hoffnung, dass dies doch bitte reichen würde. Was danach käme? Esmond konnte nicht darüber nachdenken.

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