GRABEN UNTER LINIEN



Ich kann es von zwei Seiten tun, kann mich aufteilen, meine guten Eigenschaften auf die eine Seite, meine schlechten Eigenschaften auf die andere Seite legen, kann sie dort liegen lassen, sie drehen und wenden, mich in ihnen vergraben, doch am Ende komme ich stets bei derselben Erkenntnis, demselben Ergebnis raus, das mir sagt, dass da nichts ist, dass sich am Ende alles auflöst, alles egal ist, dass der Mensch all sein Plastik für die Ewigkeit geschaffen hat, die Wellen bald den Unrat an den Strand des Urmeers spülen, während die Dinge, die uns wichtig sind, immer am Ende unter uns in der Erde verrotten, während wir selbst als künftige Leichen über den Beton laufen, Ritzen und Schatten der Steine zählend.

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© GESCHICHTEN AUS ZWEI STÄDTEN