BESTIARIUM: SPHINX



Seht ihr die dunkle Wolke? So fragte es uns Junip, als wir am Abend über das Kopfsteinpflaster schlichen. Und für einen Moment war mir, als rinne mir dieser kratzige Moment unaufhaltsam durch die Hände. Ich schaute durch eins der Fenster in eine Wohnung, und eine müde Sphinx blickte an uns vorbei. Sie starrte in die Ferne, verloren für den Rest der Welt in diesem Raum. Ihre Rätsel nicht mehr als ein Beschlag an der Scheibe, ihre Worte nur noch Tropfen, die es zur Erde zieht. Wir gingen um die nächste Ecke und die Sphinx verschwand aus unserem Leben, während die Wolke verwirrt und helldunkel über uns hing, die Zeit schon an ihr ziehend, dass sie nie zur Ruhe kommen würde, es keinen Anfang und kein Ende mehr für die Sphinx und uns gab.

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